Soldatenfriedhof
Sowjetischer Ehrenfriedhof am Puschkinplatz
Der Sowjetische Ehrenfriedhof am Puschkinplatz in Rostock ist eine Kriegsgräber- und Gedenkstätte für Angehörige der Roten Armee sowie sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Die denkmalgeschützte Anlage aus der Nachkriegszeit umfasst einen Obelisken, ein Gräberfeld und Inschriftplatten.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Der Sowjetische Ehrenfriedhof am Puschkinplatz entstand in der Nachkriegszeit als Gedenk- und Begräbnisstätte für sowjetische Kriegstote. Nach Angaben der Datenbank „Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland“ wurden hier gefallene Soldaten und Offiziere der Roten Armee sowie sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter bestattet.
Die Anlage besteht aus einem Gräberfeld, einem zentralen Obelisken und mehreren Inschriftplatten. Sie ist in der Denkmalliste der Hanse- und Universitätsstadt Rostock als Ehrenfriedhof für gefallene Soldaten und Zwangsarbeiter der Sowjetunion am Ende des Zweiten Weltkriegs eingetragen und zugleich Bestandteil des geschützten Denkmalbereichs Steintor-Vorstadt.
Der Ehrenfriedhof wird bis heute als offizieller Erinnerungsort der Stadt genutzt. So veranstaltet die Hanse- und Universitätsstadt Rostock dort regelmäßig Gedenkveranstaltungen zum Ende des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Im Jahr 2012 wurden außerdem sterbliche Überreste von Angehörigen der Roten Armee, die zuvor am Rostocker Mühlendamm gefunden worden waren, auf dem Ehrenfriedhof beigesetzt.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Soldatenfriedhof
- Bundesland
- Mecklenburg-Vorpommern
- Ort
- Rostock
- Postleitzahl
- 18055
- Adresse
- Puschkinplatz / Blücherstraße 56
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 711 laut Volksbund; Einzelangaben ergeben 715
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Die veröffentlichten Angaben sind widersprüchlich. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nennt für den Sowjetischen Ehrenfriedhof in Rostock eine Gesamtbelegung von 711 Toten. Gleichzeitig werden dort 312 gefallene Soldaten und sechs Offiziere der Roten Armee sowie 397 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aufgeführt; diese Einzelangaben ergeben rechnerisch 715 Personen. Die Datenbank „Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland“ nennt ebenfalls 312 Soldaten, sechs Offiziere sowie 397 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, jedoch keine davon abweichende Gesamtzahl. Aufgrund dieses Widerspruchs wird keine rechnerisch bereinigte Zahl als gesicherte Gesamtangabe dargestellt.
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