Kriegsgräberstätte
Ehrenfriedhof für sowjetische Kriegsgefangene Handorf-Dorbaum
Der Ehrenfriedhof Handorf-Dorbaum ist eine Kriegsgräberstätte für sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Die heutige Anlage erinnert an mindestens 150 Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs in Gefangenschaft starben.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
In Handorf bestanden während des Zweiten Weltkriegs mindestens zwei Lager für sowjetische Kriegsgefangene.
Die Gefangenen wurden insbesondere auf dem nahe gelegenen Fliegerhorst Handorf eingesetzt und mussten dort schwere Bauarbeiten verrichten.
Die zwischen Dezember 1941 und Mai 1942 verstorbenen Gefangenen wurden in Gemeinschaftsgräbern auf dem heutigen Friedhof beigesetzt.
Nach Kriegsende wurden zunächst 108 Gräber registriert. Ab 1948 tauchte die Angabe von 150 russischen beziehungsweise sowjetischen Toten auf.
Die heutige Kriegsgräberstätte entstand 1956 und wurde 1965 neu gestaltet. Mittelpunkt ist eine Natursteinstele mit deutscher und kyrillischer Inschrift.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Ort
- Münster, Stadtteil Handorf-Dorbaum
- Postleitzahl
- 48157
- Adresse
- Truppenübungsplatz Dorbaum, ca. 750 m nördlich von Verth 1
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 150
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Der Volksbund führt die Anlage aktuell mit 150 Toten. Die Stadt Münster weist jedoch darauf hin, dass historische Angaben zwischen 150 und über 200 schwanken. Für eine beteiligte Luftwaffenbauabteilung wurden 206 beziehungsweise 207 Verstorbene recherchiert, doch mindestens 44 von ihnen sind nachweislich in Rheine bestattet. Deshalb wird für Handorf-Dorbaum die aktuell dokumentierte Belegung von 150 verwendet.
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