Kriegsgräberstätte
Russenfriedhof Gudendorf
Der Russenfriedhof Gudendorf ist eine große Kriegsgräberstätte für sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Der Volksbund führt für die Anlage insgesamt 3.248 Kriegstote; mindestens 53 Opfer sind namentlich bekannt.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Auf dem Friedhof wurden sowjetische Kriegsgefangene beigesetzt, die in den nahe gelegenen Lagern und in einem Kriegsgefangenenlazarett starben. Der Volksbund beschreibt Gudendorf als Sterbeort im Zusammenhang mit dem Stalag X A.
Die heutige Kriegsgräberstätte entstand zwischen 1960 und 1962 durch die Erweiterung eines bereits während des Krieges angelegten Gräberfeldes. Da wesentliche Unterlagen am Ende des Krieges verloren gingen, sind die ursprünglichen Grenzen der Massengräber bis heute nicht vollständig geklärt.
Die Anlage besteht aus drei kreisförmigen, auf unterschiedlichen Höhen gelegenen Gräberfeldern. Am höchsten Punkt steht ein mehr als zehn Meter hohes Mahnmal mit einer bronzenen Figurengruppe, die den Fährmann Charon aus der griechischen Mythologie darstellt.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Schleswig-Holstein
- Ort
- Gudendorf
- Postleitzahl
- 25693
- Adresse
- Vierthstraße
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 3.248
- Namentlich bekannt
- 53
Der Volksbund gibt für die gesamte Kriegsgräberstätte eine Belegung von 3.248 Toten an und beschreibt mehr als 3.000 von ihnen als sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. 53 Opfer sind ausdrücklich als namentlich bekannt dokumentiert. Wegen fehlender historischer Unterlagen lässt sich die genaue Zahl der nicht identifizierten Personen nicht verlässlich bestimmen.
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