Kriegsgräberstätte
Sowjetischer Kriegsgefangenenfriedhof Herleshausen
Der sowjetische Kriegsgefangenenfriedhof Herleshausen ist eine große Begräbnisstätte für sowjetische Staatsbürger, die während des Zweiten Weltkriegs in deutscher Gefangenschaft starben. Insgesamt werden 1.599 Kriegstote dokumentiert.
Geschichte
Historischer Hintergrund
In den Jahren 1944 und 1945 wurden sowjetische Kriegsgefangene in der Umgebung von Herleshausen unter anderem beim Autobahnbau eingesetzt.
Viele starben an Krankheiten, Unterversorgung und den Bedingungen der Gefangenschaft.
Eine besondere Bedeutung besitzt die historische Dokumentation der Toten. Der damalige Bürgermeister und Standesbeamte Karl Fehr bestand darauf, die Verstorbenen mit Namen und Heimatadressen in den amtlichen Registern zu erfassen.
Dadurch blieben ungewöhnlich viele Identitäten erhalten. Der Friedhof wurde später zu einer dauerhaften Kriegsgräberstätte ausgebaut.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Hessen
- Ort
- Herleshausen
- Postleitzahl
- 37293
- Adresse
- 2577+4R, Herleshausen
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 1.599
- Namentlich bekannt
- 1.594
Nach der Dokumentation sind mit Ausnahme von fünf Kriegstoten die Namen der Bestatteten bekannt. Die außergewöhnlich hohe Identifizierungsquote ist auf die damalige standesamtliche Registrierung zurückzuführen.
Weitere Orte