Kriegsgräberstätte
Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter Stukenbrock-Senne
Der Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter Stukenbrock-Senne ist die zentrale Begräbnisstätte für zahlreiche sowjetische Kriegsgefangene, die im Zusammenhang mit dem Stalag 326 (VI K) Senne ums Leben kamen. Die Anlage besteht aus großflächigen Massengräbern, einem Obelisken und 36 Gedenksteinen für die historischen Grabreihen.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Die ersten Toten des Stalag 326 wurden zunächst auf dem Friedhof der katholischen Gemeinde St. Achatius bestattet. Kurz darauf entstand auf einem angrenzenden Gelände der Lagerfriedhof, aus dem der heutige Ehrenfriedhof hervorging.
Zwischen 1941 und der Befreiung des Lagers am 2. April 1945 wurden 36 etwa 110 Meter lange Massengrabreihen angelegt. In ihnen wurden sowjetische Kriegsgefangene bestattet, die unter den Bedingungen der Gefangenschaft ums Leben gekommen waren.
Nach der Befreiung errichteten ehemalige Gefangene einen Obelisken sowie 36 Gedenksteine. Auch die ursprüngliche Umzäunung wurde von befreiten Kriegsgefangenen unter Verwendung von Schienen der früheren Lagerbahn angelegt. Anfang der 1960er-Jahre erhielt der Friedhof seine heutige parkartige Gestaltung.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Ort
- Schloß Holte-Stukenbrock
- Postleitzahl
- 33758
- Adresse
- Jägergrund 95
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- ca. 65.000
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Die genaue Zahl der Bestatteten ist nicht abschließend geklärt. Die regionale offizielle Tourismusdarstellung spricht von bis zu 65.000 Bestatteten und weist ausdrücklich auf die unsichere Gesamtzahl hin. Der Volksbund führt dagegen die historisch überlieferte Zahl von 66.186 sowjetischen Kriegstoten, die auch auf dem Ehrenmal genannt wird. Aufgrund dieser Forschungslage wird hier die vorsichtigere Angabe „ca. 65.000“ verwendet.
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