Friedhof der Opfer der Gewaltherrschaft Sandbostel

Kriegsgräberstätte

Friedhof der Opfer der Gewaltherrschaft Sandbostel

Der Friedhof von Opfern der Gewaltherrschaft in Sandbostel ist die ehemalige Lagerfriedhofsanlage des Kriegsgefangenenlagers Stalag X B. Hier ruhen insbesondere zahlreiche sowjetische Kriegsgefangene, daneben Kriegsgefangene anderer Nationalitäten sowie Opfer des Konzentrationslagersystems. Die genaue Zahl der auf dem Gelände bestatteten Menschen ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Bundesland
Niedersachsen
Ort
Sandbostel
Adresse
Bevener Straße
27446 Sandbostel
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Historischer Hintergrund

Das Stalag X B Sandbostel wurde 1939 eingerichtet. Bis zur Befreiung im April 1945 durchliefen das Lager mehrere hunderttausend Kriegsgefangene verschiedener Nationalitäten. Mindestens 70.000 sowjetische Soldaten wurden im Verlauf des Krieges nach Sandbostel gebracht.

Besonders im Herbst und Winter 1941/42 kam es unter sowjetischen Kriegsgefangenen infolge von Hunger, Krankheiten, katastrophalen hygienischen Bedingungen und der Behandlung durch das nationalsozialistische Lagersystem zu einem Massensterben. Die Toten wurden in langen Massengrabreihen auf dem Lagerfriedhof beigesetzt.

Nach Kriegsende ließ die sowjetische Militäradministration 1945 ein Ehrenmal errichten. In der Nachkriegszeit wurde die Anlage mehrfach tiefgreifend verändert. Die ursprünglich rund 70 Massengrabreihen mit sowjetischen Toten wurden oberirdisch zu wesentlich weniger Sammelgrabfeldern zusammengefasst, sodass die heutige Gestaltung teilweise nicht mehr der tatsächlichen Lage der Gräber entspricht.

Angaben zur Gedenkstätte

Art
Kriegsgräberstätte
Bundesland
Niedersachsen
Ort
Sandbostel
Postleitzahl
27446
Adresse
Bevener Straße

Zahlen und Angaben

Bestattete Personen
Keine verlässliche Gesamtangabe
Namentlich bekannt
Mindestens 4.690
Hinweis zur Statistik

Die Stiftung Lager Sandbostel hat bislang die Namen von 4.690 im Stalag X B verstorbenen sowjetischen Soldaten ermittelt. Die tatsächliche Zahl der sowjetischen Toten in den Massengräbern ist jedoch unbekannt. Der Volksbund führt für die gesamte heutige Kriegsgräberstätte zwar 9.602 Tote, weist im historischen Text zugleich darauf hin, dass die Gesamtzahl der Toten des Lagerfriedhofs nicht abschließend geklärt ist und Schätzungen zwischen 8.000 und 50.000 liegen. Deshalb wird hier keine scheinbar exakte Gesamtzahl verwendet.

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