Kriegsgräberstätte
Friedhof „Grünes Tal“ Schwerin
Der Friedhof „Grünes Tal“ ist der ehemalige Lagerfriedhof des Kriegsgefangenenlagers Stalag II E. In Massengräbern ruhen dort etwa 550 sowjetische Opfer; außerdem befinden sich auf dem Gelände Gräber von Opfern anderer Nationalitäten.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Zwischen 1941 und 1945 diente das Gelände als Lagerfriedhof des nahe gelegenen Stalag II E. Im Lager waren Tausende Kriegsgefangene untergebracht, von denen viele durch Hunger, Krankheiten, Kälte oder Gewalt starben.
1961 wurden bei Untersuchungen etwa 550 Skelette geborgen und gerichtsmedizinisch untersucht. Die Stadt Schwerin weist darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Opfer möglicherweise deutlich höher lag.
Die heutige Gestaltung entstand hauptsächlich 1978/1982. Der Künstler Wieland Schmiedel schuf die Sandsteinpfeiler, Schriftplatten und die plastische Gestaltung mit einem Bronzejüngling vor einer Torsowand. Seit 1986 steht die Anlage unter Denkmalschutz.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Mecklenburg-Vorpommern
- Ort
- Schwerin
- Postleitzahl
- 19063
- Adresse
- Am Grünen Tal 50
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- ca. 550
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Der Volksbund nennt etwa 550 sowjetische Opfer in Massengräbern. Die Gesamtbelegung der gesamten Anlage wird mit 608 angegeben, umfasst jedoch auch französische und weitere wahrscheinlich polnische und serbische Tote. Die Stadt Schwerin weist zusätzlich darauf hin, dass die tatsächliche historische Opferzahl des Lagerfriedhofs höher gewesen sein könnte.
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