Kriegsgräberstätte
Kriegsgräberstätte Bensheim-Auerbach
Die Kriegsgräberstätte Bensheim-Auerbach ist eine gemischte Begräbnisstätte für deutsche und ausländische Kriegstote. Unter den rund 600 ausländischen Bestatteten befinden sich zahlreiche sowjetische Kriegsgefangene sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Die Anlage entstand zunächst im April 1945 als provisorischer Friedhof der US-Armee.
Nach der Umbettung der amerikanischen Toten blieben deutsche und ausländische Kriegsgräber zurück. In den 1950er-Jahren wurde der Friedhof zur heutigen Kriegsgräberstätte ausgebaut und 1957 eingeweiht.
Eine besonders große Gruppe sowjetischer Opfer stammte aus einem Kriegsgefangenenlazarett in Heppenheim.
Dort bestand ein Massengrab für verstorbene sowjetische Gefangene. Wegen eines Straßenbauprojekts wurden die sterblichen Überreste 1955/56 ausgegraben und in Bensheim-Auerbach erneut in einem Massengrab beigesetzt.
Eine historische Namensliste enthält etwa 385 Einträge, wobei die neuere Forschung festgestellt hat, dass nicht alle darauf genannten Personen sowjetische Kriegsgefangene waren.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Hessen
- Ort
- Bensheim
- Postleitzahl
- 64625
- Adresse
- Saarstraße
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 1.961 insgesamt
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe für die sowjetischen Bestatteten
Auf der gesamten Anlage ruhen nach aktueller Volksbund-Dokumentation 1.961 Tote. Rund 600 sind ausländische Opfer, darunter zahlreiche sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Eine zuverlässige Gesamtzahl ausschließlich der sowjetischen Bestatteten lässt sich aus den vorhandenen Unterlagen nicht ableiten.
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