Kriegsgräberstätte
Sowjetische Kriegsgräber auf dem Nordfriedhof Kiel
Auf dem Kieler Nordfriedhof befindet sich eine größere Gruppengrabanlage für sowjetische Staatsangehörige. Zu den Bestatteten gehören Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie sowjetische Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkriegs in Kiel ums Leben kamen.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Der Nordfriedhof wurde 1878 als Garnisons- beziehungsweise Marinefriedhof eröffnet.
Während des Zweiten Weltkriegs entstanden weitere große Kriegsgräberfelder. Neben deutschen Soldaten und zivilen Bombenopfern wurden hier auch ausländische Opfer bestattet.
Eine gesonderte Gruppengrabanlage umfasst sowjetische Staatsangehörige. Viele von ihnen waren als Zwangsarbeiter in Kiel eingesetzt und starben an Unterversorgung, den Arbeits- und Unterkunftsbedingungen oder bei Luftangriffen.
Zu den dort Bestatteten gehören auch sowjetische Kriegsgefangene, die bei einem Luftangriff in Kiel-Dietrichsdorf ums Leben kamen. Kiel
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Schleswig-Holstein
- Ort
- Kiel
- Postleitzahl
- 24118
- Adresse
- Westring 481
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 209
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Die sowjetische Gruppengrabanlage wird in der Friedhofsdokumentation mit 209 sowjetischen Kriegsgefangenen beziehungsweise sowjetischen Bestatteten verbunden. Die Gesamtbelegung des Nordfriedhofs von mehr als 3.000 Kriegstoten darf nicht mit der sowjetischen Teilbelegung gleichgesetzt werden.
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