Kriegsgräberstätte
Sowjetische Kriegsgräberstätte im Waldfriedhof Munster
Auf dem Waldfriedhof Munster befindet sich ein eigener Kriegsgefangenenfriedhof für russische und sowjetische Kriegsgefangene aus beiden Weltkriegen. Die Toten ruhen überwiegend namenlos unter einer Rasenfläche. Ein orthodoxes Kreuz und ein bereits 1917 geschaffenes Mahnmal kennzeichnen die Anlage.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Munster war aufgrund seiner militärischen Einrichtungen während beider Weltkriege Standort beziehungsweise Umfeld mehrerer Kriegsgefangenenlager. Gefangene, die an Krankheiten, Unterernährung oder infolge von Arbeitsunfällen starben, wurden auf dem heutigen Waldfriedhof beigesetzt.
Nach der beim Volksbund geführten Gräberliste befinden sich auf dem Kriegsgefangenenfriedhof insgesamt 1.176 russische und sowjetische Kriegsgefangene aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden außerdem sowjetische Tote von kleineren Friedhöfen der Umgebung nach Munster umgebettet. Eine ältere Bundeswehr-Dokumentation nennt dabei eine von der heutigen Gräberliste abweichende Aufteilung.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Niedersachsen
- Ort
- Munster
- Postleitzahl
- 29633
- Adresse
- Zum Schützenwald 51
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 1.176
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Der Volksbund dokumentiert für den eigentlichen Kriegsgefangenenfriedhof 1.176 russische und sowjetische Kriegsgefangene. Eine ältere Bundeswehr-Broschüre nennt dagegen 320 russische Tote des Ersten Weltkriegs, 614 sowjetische Tote sowie 503 nach 1945 zugebettete sowjetische Tote. Auch die Stadt Munster nennt für den „Ehrenfriedhof für russische Kriegsgefangene“ derzeit 1.842 Gräber. Wegen dieser Abweichungen wird für das ACF-Feld die ausdrücklich vom Volksbund der Kriegsgefangenenanlage zugeordnete Zahl 1.176 verwendet.
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