Kriegsgräberstätte
Sowjetischer Ehrenfriedhof Bechstedtstraß
Der Ehrenfriedhof Bechstedtstraß ist eine Kriegsgräberstätte für Opfer der nationalsozialistischen Zwangsarbeit. Hier ruhen 73 Menschen, darunter sowjetische, polnische, lettische und jugoslawische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Die Kriegsgräberstätte entstand am nördlichen Ortsrand von Bechstedtstraß unmittelbar neben dem zivilen Friedhof.
Die Bestatteten waren während des Zweiten Weltkriegs unter anderem beim Autobahnbau in Thüringen zur Zwangsarbeit eingesetzt.
Viele starben infolge der schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen oder durch Misshandlungen. Unter den 73 Opfern befinden sich zwanzig Frauen und drei Kinder.
Die Anlage wurde in der DDR-Zeit mehrfach verändert. Dabei wurden unter anderem Grabplatten von ihren ursprünglichen Positionen entfernt.
Ab 2009 erfolgte eine umfassende Sanierung. Der Obelisk wurde wieder aufgebaut, die Grabsteine neu geordnet und die Anlage am 8. Mai 2012 erneut der Öffentlichkeit übergeben.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Thüringen
- Ort
- Grammetal, Ortsteil Bechstedtstraß
- Postleitzahl
- 99428
- Adresse
- Am Friedhof
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 73
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Der Volksbund dokumentiert insgesamt 73 Bestattete. Die Zahl umfasst neben sowjetischen auch polnische, lettische und jugoslawische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Eine belastbare aktuelle Zahl ausschließlich der sowjetischen Bestatteten wird nicht ausgewiesen und deshalb nicht rechnerisch abgeleitet.
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