Sowjetischer Ehrenfriedhof Chemnitz-Reichenhain

Kriegsgräberstätte

Sowjetischer Ehrenfriedhof Chemnitz-Reichenhain

Der Sowjetische Ehrenfriedhof in Chemnitz-Reichenhain ist eine Kriegsgräberstätte für sowjetische Soldaten, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und weitere sowjetische Staatsangehörige. Auf dem parkartig gestalteten Friedhof am Richterweg ruhen insgesamt 1.330 Menschen in Einzel- und Sammelgräbern.

Bundesland
Sachsen
Ort
Chemnitz
Adresse
Richterweg
09125 Chemnitz
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Historischer Hintergrund

Der Sowjetische Ehrenfriedhof in Chemnitz-Reichenhain entstand in den Jahren 1946 bis 1948 am Richterweg. Aus dem gesamten Landkreis Chemnitz wurden sowjetische Kriegstote auf diesen Friedhof umgebettet. Allein für das Jahr 1946 sind 1.130 Zubettungen aus dem Kreisgebiet dokumentiert.

Unter den Bestatteten befinden sich sowjetische Kriegsgefangene, die in verschiedenen Arbeitskommandos der Region ums Leben gekommen waren, sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Außerdem wurden hier Soldaten und Offiziere der Roten Armee beigesetzt, die während der Kämpfe im Frühjahr 1945 im Gebiet vor Chemnitz gefallen waren.

Nach 1948 wurde der Friedhof bis Anfang 1956 zusätzlich als zentrale Begräbnisstätte für Angehörige der sowjetischen Garnison im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt genutzt.

Die parkartig gestaltete Anlage wird von einem großen Ehrenmal aus rotem Sandstein geprägt. Der Obelisk wird von zwei steinernen Soldatenfiguren flankiert. Zum geschützten Ensemble gehören außerdem eine kleine Kapelle, die Einfriedung sowie die zahlreichen Einzel- und Sammelgräber.

Angaben zur Gedenkstätte

Art
Kriegsgräberstätte
Bundesland
Sachsen
Ort
Chemnitz
Postleitzahl
09125
Adresse
Richterweg

Zahlen und Angaben

Bestattete Personen
1.330
Namentlich bekannt
Keine verlässliche Gesamtangabe
Hinweis zur Statistik

Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten dokumentiert auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof Chemnitz-Reichenhain insgesamt 1.330 Bestattete, verteilt auf 603 Einzelgräber und vier Sammelgräber. Auf den Grabsteinen der Einzelgräber sind Namen und Lebensdaten der dort Bestatteten verzeichnet. In den Sammelgräbern ruhen mehr als 700 Menschen, von denen nach Angaben der Stiftung nur etwa ein Drittel namentlich bekannt ist. Eine abschließend gesicherte Gesamtzahl aller namentlich bekannten beziehungsweise nicht identifizierten Bestatteten liegt daher nicht vor.

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