Soldatenfriedhof
Sowjetischer Ehrenfriedhof im Nordpark Magdeburg
Der Sowjetische Ehrenfriedhof im Nordpark Magdeburg ist eine Kriegsgräberstätte für sowjetische Soldaten sowie weitere Bürger der ehemaligen Sowjetunion. Im Zentrum der Anlage befindet sich ein Obelisk mit Sowjetstern. Nach aktuellen Angaben des Landes Sachsen-Anhalt ruhen hier 1.331 Kriegstote.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Der Nordpark war ursprünglich ein städtischer Friedhof, der 1827 eröffnet und nach seiner Schließung Ende des 19. Jahrhunderts in eine öffentliche Parkanlage umgewandelt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil des Parks erneut als Friedhof für verstorbene und gefallene Angehörige der sowjetischen Streitkräfte genutzt.
Die heutige Kriegsgräberstätte umfasst Gräber sowjetischer Soldaten sowie von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Nach Angaben der aktuellen Kriegsgräberdatenbank des Landes Sachsen-Anhalt starben die dort als Kriegstote erfassten Personen zwischen 1941 und 1952 beziehungsweise zu einem nicht bekannten Zeitpunkt.
Den Mittelpunkt der Anlage bildet ein Obelisk mit Sowjetstern. Am Sockel befinden sich Tafeln mit einer russischen Gedenkinschrift. Historische Unterlagen der Stadt Magdeburg berichten außerdem, dass die Anlage nach 1945 auch für Angehörige der sowjetischen Garnison genutzt wurde. Die Kriegsgräberstätte wird gegenwärtig saniert.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Soldatenfriedhof
- Bundesland
- Sachsen-Anhalt
- Ort
- Magdeburg
- Postleitzahl
- 39106
- Adresse
- Hohepfortestraße
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 1.331
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Die aktuelle digitale Kriegsgräberdatenbank des Landes Sachsen-Anhalt nennt für den Sowjetischen Ehrenfriedhof im Nordpark 1.331 bestattete Kriegstote, darunter sowjetische Soldaten sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Eine ältere Veröffentlichung der Landeshauptstadt Magdeburg nennt dagegen insgesamt 1.986 Militärangehörige und Zivilisten aus der ehemaligen UdSSR. Die Abweichung dürfte unter anderem auf unterschiedliche Erfassungszeiträume und Personengruppen zurückzuführen sein. Für diese Datenbank wird die aktuelle offizielle Angabe von 1.331 Kriegstoten verwendet. Eine vollständige Aufschlüsselung nach namentlich bekannten und nicht identifizierten Bestatteten liegt in der aktuellen Quelle nicht vor.
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