Soldatenfriedhof
Sowjetischer Ehrenfriedhof im Park an der Ilm
Der Sowjetische Ehrenfriedhof im Park an der Ilm in Weimar ist eine 1945 angelegte Kriegsgräberstätte für Angehörige der Roten Armee. Die Anlage befindet sich im westlichen Bereich des Ilmparks und erinnert an sowjetische Militärangehörige, die während des Zweiten Weltkriegs oder an dessen Folgen starben.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Der Sowjetische Ehrenfriedhof im Park an der Ilm wurde 1945 nach der Übernahme Thüringens durch die sowjetische Besatzungsmacht eingerichtet. General Iwan Sosonowitsch Kolesnitschenko ordnete die Anlage eines Ehrenfriedhofs für verstorbene Angehörige der Roten Armee an.
Zwischen 1945 und 1946 wurden hier mehrere hundert sowjetische Militärangehörige bestattet. Nach aktuellen Angaben der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora wurden in diesem Zeitraum 640 Angehörige der sowjetischen Streitkräfte beigesetzt. Unter den Bestatteten befanden sich Männer und Frauen aus verschiedenen Republiken der damaligen Sowjetunion.
Der Friedhof wurde nach 1946 nicht mehr für weitere Bestattungen genutzt. 1975 wurde im Zentrum der Anlage ein Denkmal mit der Inschrift „Ewiger Ruhm den Helden“ errichtet. Die Anlage steht heute unter Kriegsgräberschutz und wird von der Stadt Weimar als Gemeinschaftsgrabstätte für Kriegsopfer geführt.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Soldatenfriedhof
- Bundesland
- Thüringen
- Ort
- Weimar
- Postleitzahl
- 99423
- Adresse
- Park an der Ilm
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 640
- Namentlich bekannt
- 597
Die Quellen nennen leicht abweichende Gesamtzahlen. Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora gibt für die Jahre 1945 bis 1946 insgesamt 640 Bestattete an. Andere Dokumentationen nennen 649 beziehungsweise rund 650 Bestattete. Auf 100 Grabsteinen sind 597 Namen überliefert. Da sich die unterschiedlichen Angaben nicht zweifelsfrei miteinander gleichsetzen lassen, wird für die Gesamtzahl die aktuelle Angabe von 640 Bestatteten verwendet; eine exakte Zahl der nicht identifizierten Personen wird nicht daraus errechnet.
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