Kriegsgräberstätte
Sowjetischer Ehrenfriedhof Torgau
Der Sowjetische Ehrenfriedhof Torgau an der Bahnhofstraße ist eine Kriegsgräberstätte für Angehörige der Roten Armee sowie sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und deren Kinder. Insgesamt sind hier 454 Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion bestattet. Die zwischen 1945 und 1947 angelegte Anlage steht heute unter Denkmalschutz.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Der Sowjetische Ehrenfriedhof Torgau wurde zwischen 1945 und 1947 in einem Teil des Stadtparks nahe dem Bahnhof angelegt. Auf dem Friedhof fanden insgesamt 454 Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion ihre letzte Ruhestätte.
Unter den Bestatteten befinden sich sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie deren verstorbene Kinder. Hinzu kommen Angehörige der Roten Armee, die während der Kämpfe um Torgau zwischen dem 22. und 25. April 1945 fielen oder kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland starben.
Zu den hier beigesetzten Soldaten gehörten auch Angehörige der 58. Gardeschützendivision und weiterer Verbände der 5. Gardearmee. Torgau besitzt in diesem Zusammenhang besondere historische Bedeutung, da sich am 25. April 1945 sowjetische und US-amerikanische Truppen an der Elbe begegneten.
Die Anlage umfasst zahlreiche Einzel- und Sammelgräber. Ein großes Ehrenmal nahe dem Eingang trägt an seiner Spitze einen sowjetischen Stern. In den Jahren 2005 und 2006 wurde ein großer Teil des Friedhofs saniert; beschädigte oder fehlende Grabsteine wurden ersetzt, Wege und Freiflächen erneuert und der Eingangsbereich neu gestaltet.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Sachsen
- Ort
- Torgau
- Postleitzahl
- 04860
- Adresse
- Bahnhofstraße
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 454
- Namentlich bekannt
- Mehr als drei Viertel der Bestatteten
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten dokumentiert auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof Torgau insgesamt 454 Bestattete, 237 Einzelgräber und 55 Sammelgräber. Mehr als drei Viertel der Bestatteten sind nach Angaben der Stiftung namentlich bekannt. Namentlich unbekannte Tote wurden überwiegend in Sammelgräbern beigesetzt. Da keine exakte aktuelle Gesamtzahl der namentlich bekannten beziehungsweise unbekannten Personen angegeben wird, wird auf eine rechnerische Ableitung verzichtet.
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