Kriegsgräberstätte
Sowjetischer Ehrenhain auf dem Ostfriedhof Leipzig
Der Sowjetische Ehrenhain auf dem Ostfriedhof Leipzig ist eine Kriegsgräberstätte für sowjetische Soldaten, Offiziere, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und weitere Bürger der ehemaligen Sowjetunion. Die zwischen 1946 und 1948 angelegte Gedenkstätte umfasst Einzel- und Sammelgräber sowie mehrere sowjetische Gedenksäulen.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Der Sowjetische Ehrenhain auf dem Leipziger Ostfriedhof wurde in den Jahren 1946 bis 1948 angelegt. Die Anlage befindet sich südöstlich der Friedhofskapelle und gehört zu den bedeutenden Kriegsgräberstätten auf dem Ostfriedhof.
Den Eingang zum sowjetischen Gräberfeld markieren zwei Gedenksäulen. Eine der Säulen trägt Hammer und Sichel in einem steinernen Ährenkranz, auf der zweiten befindet sich eine Darstellung des Ordens des Großen Vaterländischen Krieges.
In 259 Einzelgräbern wurden unter anderem sowjetische Kriegsgefangene sowie Soldaten und Offiziere der Roten Armee beigesetzt, die im Kampf gefallen oder in Lazaretten verstorben waren. Außerdem befinden sich dort Gräber von Angehörigen der sowjetischen Besatzungstruppen, die nach Kriegsende in der Region Leipzig starben.
Unmittelbar neben den Einzelgräbern befinden sich zwei Sammelgräber, in denen weit über tausend Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion bestattet wurden. Auf mehreren Metallstelen sind Namen der Toten verzeichnet.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Sachsen
- Ort
- Leipzig
- Postleitzahl
- 04299
- Adresse
- Oststraße 119
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 1.758
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten dokumentiert auf dem Ostfriedhof Leipzig insgesamt 1.758 Bestattete, verteilt auf 259 Einzelgräber und zwei Sammelgräber. In den Einzelgräbern ruhen unter anderem sowjetische Kriegsgefangene, Soldaten und Offiziere der Roten Armee sowie Angehörige der sowjetischen Besatzungstruppen. In den Sammelgräbern wurden weit über tausend Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion beigesetzt. Namen und Lebensdaten zahlreicher Bestatteter sind auf Grabsteinen und Stelen dokumentiert; eine verlässliche vollständige Aufschlüsselung nach namentlich bekannten und nicht identifizierten Personen wird in der verwendeten Quelle jedoch nicht angegeben.
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