Kriegsgräberstätte
Sowjetischer Kriegsgefangenenfriedhof Oerbke
Der Sowjetische Kriegsgefangenenfriedhof Oerbke, auch als „Friedhof der Namenlosen“ bezeichnet, liegt am westlichen Rand des Truppenübungsplatzes Bergen. Hier wurden etwa 30.000 sowjetische Kriegsgefangene, überwiegend in Massengräbern, sowie mehrere hundert Kriegstote anderer Nationalitäten bestattet.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Die hier Bestatteten starben zwischen 1940 und 1945 in den Kriegsgefangenenlagern Fallingbostel und Oerbke. Den mit Abstand größten Teil der Opfer bildeten sowjetische Kriegsgefangene.
Nach Kriegsende ließ die sowjetische Militärmission 1945 die rund 1,5 Hektar große Anlage gestalten. Der ukrainische Bildhauer Mykola Muchin schuf ein Marmorrelief für das zentrale Mahnmal, das im Juli 1945 eingeweiht wurde.
Zwischen 1962 und 1965 wurde der Friedhof landschaftlich umgestaltet. 1964 wurde das ursprüngliche sowjetische Mahnmal entfernt und durch ein Monument des Künstlers Klaus Seelenmeyer ersetzt. Die Grabflächen wurden eingeebnet und mit Rasen überdeckt; später kamen weitere Gedenkzeichen hinzu.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Niedersachsen
- Ort
- Osterheide, Ortsteil Oerbke
- Postleitzahl
- 29683
- Adresse
- Truppenübungsplatz Bergen, Zugang über Queens Allee
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- 30.221
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Der Volksbund führt eine Gesamtbelegung von 30.221 Toten. Davon werden etwa 30.000 als sowjetische Kriegsgefangene bezeichnet; zusätzlich liegen 232 Soldaten verschiedener Nationalitäten in Einzelgräbern. Heute befinden sich auf dem Friedhof mehr als 100 Grabsteine mit über 900 Namen französischer, jugoslawischer, polnischer, belgischer und sowjetischer Opfer. Eine belastbare Gesamtzahl ausschließlich der namentlich bekannten sowjetischen Toten wird nicht angegeben.
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