Kriegsgräberstätte
Sowjetisches Ehrenfeld auf dem Mombacher Waldfriedhof Mainz
Das sowjetische Ehrenfeld auf dem Mombacher Waldfriedhof ist eine der größten Begräbnisstätten für sowjetische und osteuropäische Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Rheinland-Pfalz. Das historische Ehrenmal nennt 3.330 hier bestattete sowjetische Bürger.
In Google Maps öffnenGeschichte
Historischer Hintergrund
Noch kurz vor Kriegsende wurden auf dem Gelände des Waldfriedhofs sowjetische Zwangsarbeiter erschossen.
Nach 1945 wurden zahlreiche sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie Kinder aus verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz nach Mainz-Mombach umgebettet.
Die Umbettungen begannen 1950. Der Gedenkort entstand auf sowjetische Initiative während der französischen Besatzungszeit und wurde wahrscheinlich 1951 eingeweiht.
Das zentrale Natursteindenkmal trägt eine russische Inschrift, nach der hier 3.330 sowjetische Bürger bestattet sind. Neuere Forschungen konnten bislang 3.285 Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft aus Osteuropa dokumentieren.
Informationen
Angaben zur Gedenkstätte
- Art
- Kriegsgräberstätte
- Bundesland
- Rheinland-Pfalz
- Ort
- Mainz
- Postleitzahl
- 55120
- Adresse
- Am Waldfriedhof
Statistik
Zahlen und Angaben
- Bestattete Personen
- ca. 3.330
- Namentlich bekannt
- Keine verlässliche Gesamtangabe
Die historische Inschrift nennt 3.330 sowjetische Bürger. Ein aktuelleres Forschungsprojekt dokumentiert 3.285 osteuropäische Opfer; zu fast 1.500 Personen liegen bislang keine weiterführenden Informationen vor. Aufgrund dieser Abweichung wird die traditionelle Angabe „ca. 3.330“ verwendet.
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