Dokumentation

Sowjetische Gedenkstätten in Deutschland

Entdecken Sie sowjetische Gedenkstätten, Kriegsgräberstätten und Erinnerungsorte in Deutschland. Das Verzeichnis wird fortlaufend erweitert und dokumentiert Standorte, historische Hintergründe und verfügbare Quellen.

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Sowjetischer Ehrenfriedhof Riesa

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Sowjetischer Ehrenfriedhof Riesa

Sachsen Riesa

Der Sowjetische Ehrenfriedhof Riesa an der Poppitzer Straße ist eine Kriegsgräberstätte für sowjetische Soldaten sowie zivile Opfer des Zweiten Weltkriegs und der unmittelbaren Nachkriegszeit. Insgesamt ruhen hier 116 Menschen in Einzel- und Sammelgräbern. Im Zentrum der parkartig gestalteten Anlage steht ein 1949 errichteter Obelisk aus rotem Meißner Granit. Historischer Hintergrund Der Sowjetische Ehrenfriedhof in Riesa wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als zentrale Begräbnisstätte für sowjetische Kriegstote aus Riesa und der Umgebung angelegt. Viele der hier bestatteten Angehörigen der Roten Armee kamen während der Kämpfe um Riesa Ende April 1945 ums Leben. Nach Kriegsende wurden sie aus zunächst provisorisch angelegten Gräbern im Umfeld der Stadt auf den Ehrenfriedhof an der Poppitzer Straße umgebettet. Auf der Anlage fanden außerdem sowjetische Zivilisten ihre letzte Ruhestätte, die während des Krieges zur Zwangsarbeit im Stahlwerk Riesa eingesetzt worden waren. Unter den Bestatteten befinden sich auch Kinder. In den ersten Nachkriegsjahren wurden darüber hinaus Angehörige der Sowjetarmee beigesetzt, die während ihres Dienstes in Riesa und Umgebung verstorben waren. Im Zentrum der Anlage steht ein 1949 vom Bildhauer Naumann geschaffenes Ehrenmal aus rotem Meißner Granit. An den vier Seiten des Sockels befinden sich Gedenktafeln. Die Gräber sind in die parkartig gestaltete Anlage eingebunden; ein Teil der Grabsteine trägt die Namen der Verstorbenen, während andere Bestattete nicht namentlich überliefert sind.

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